Musikunterricht kann altersbedingte Schwerhörigkeit aufschieben

Bei vielen Menschen macht sich im Alter eine Schwerhörigkeit bemerkbar. Eine neue Studie zeigt auf, dass Musikunterricht im jungen Alter die Erklärung liefert, weshalb ältere Musiker ein besseres Gehör haben, als Nicht-Musiker.

 

Nina Kraus forscht im Bereich Neurologie an der Northwestern University in Illinois, USA. Sie fand heraus, dass das Gehirn so trainiert werden kann, dass altersbedingte Schwerhörigkeit aufgeschoben wird. Ihre Forschung zeigt, dass Menschen, in deren Leben Musik von Kindesalter an eine wichtige Rolle gespielt hat, einen Vorteil haben, wenn das musikalische Training beibehalten wird.

Das dekodieren auditiver Signale wird normalerweise mit dem Alter verzögert. Diesem Prozess kann entgegengewirkt werden. Das hat die Forschung von Nina Kraus gezeigt. Die Ergebnisse wurden im “Journal of Neurobiology of Aging” veröffentlicht.

Wichtige Forschungsergebnisse

In der Studie bekamen Probanden Sprache vorgespielt, während sie einen Film mit Untertexten ansahen. Die Forscher maßen die Nervenaktivität der Teilnehmer und fanden heraus, dass ältere Musiker bessere Ergebnisse erzielten, als Nichtmusiker.

Nina Kraus unterstreicht jedoch, dass nicht alle Musiker bessere Ergebnisse erzielten. Dennoch sind die Forschungsergebnisse sehr wichtig, da sie dokumentieren, dass das Gehirn trainiert werden kann, um teilweise altersbedingte Schwerhörigkeit aufzuschieben.

Der bekannte Forscher Don Caspary, a Ph.D. USA bezeichnet die Forschungsergebnisse ebenfalls als wegweisend für weitere Untersuchungen.

“Die Forschungsergebnisse von Nina Kraus deuten genau wie andere Studien darauf hin, dass intensives Training auch im späteren Leben die Geräuschverarbeitung verbessert und somit die Kommunikationsmöglichkeiten älterer Menschen fördert”, so Don Caspary.

Quelle: www.heart-it.org, www.psychcentral.com  und www.upi.com